Wer wir sind und was wir tun


Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e. V. (VdL)

 

 

Ein Verband stellt sich vor

 

Jeder Industrieverband repräsentiert die Unternehmen und die Unternehmer seiner Branche. Ein Verband hat deshalb viele Gesichter; die Verbandsarbeit hat viele Facetten.

 

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie ist die freiwillige Selbstorganisation von Unternehmen. Er koordiniert die Anliegen der Branche nach innen und außen, zeigt im nationalen und internationalen Raum Flagge und betreibt gegenüber Staat und Gesellschaft die Interessenvertretung der Lack- und Druckfarbenindustrie in Deutschland und Europa.

 

Wirtschaftliche Bedeutung

 

Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 250 Lack- und Druckfarbenfabriken mit rund 25.000 Beschäftigten. Die Produktion von Lack- und Druckfarben beläuft sich im Jahr 2014 auf 2,5 Millionen Tonnen. Damit wird ein Branchenumsatz von 7,8 Milliarden € erzielt.

 

Im Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie sind gegenwärtig 180 ordentliche, 24 außerordentliche und 3 assoziierte Mitglieder organisiert, die teilweise mehrere Betriebsstätten in Deutschland unterhalten. Der Repräsentationsgrad liegt für Industrielacke und Druckfarben bei 90% und bei Bautenlacken sowie Dispersionsfarben jeweils bei rund 75% des Marktvolumens. Die Struktur der Mitgliedsfirmen ist heterogen: Neben wenigen meist konzerngebundenen großen, multinationalen Unternehmen steht eine Vielzahl mittelständischer Lackfabriken, viele davon im Familienbesitz.

 

Verbandsarbeit – Zusammenarbeit für die Zukunft

 

Verbandsarbeit ist immer in die Zukunft gerichtet. Beim VdL geht es um die Zukunftssicherung der Lack- und Druckfarbenhersteller in Deutschland. Die beschleunigte Harmonisierung in Europa und die Globalisierung des Wirtschaftsgeschehens, der demographische und wirtschaftliche Wandel, neue Technologien – diese Rahmenbedingungen führen zu neuen Herausforderungen für die Marktteilnehmer. Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können: mit einer professionellen Verbandsarbeit. Um sich in den zunehmend komplexen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen sicher bewegen zu können, muss die Lack- und Druckfarbenindustrie nicht nur reaktiv, sondern proaktiv mit den Veränderungen umgehen.

 

Der VdL im Wandel der Zeit

 

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie ist eine Wirtschaftsorganisation, die auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurückblicken kann. Als der Verband Deutscher Lackfabrikanten – so die ursprüngliche Bezeichnung – im Jahre 1900 mit Sitz in Berlin gegründet wurde, lag der Schwerpunkt der Arbeit zunächst darin, zu drängenden handelspolitischen Fragen eine möglichst breit abgestimmte Branchenposition zu artikulieren. Oberstes Ziel war damals, gemeinsame Wirtschaftsinteressen – vor allem gegenüber ausländischen Importeuren – nachhaltig durchzusetzen.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verband der Lackindustrie in Westdeutschland neu gegründet. Seit den 90er Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt der Verbandsarbeit hin zu Fragen der Produktsicherheit im Zusammenhang mit dem Gesundheits- und Verbraucherschutz. Mit der europäischen Integration ging auch eine stetige Ausweitung der politischen Aktivitäten auf die europäische Ebene einher.

 

Anfang des Jahres 2009 fusionierten der Verband der deutschen Lackindustrie e.V. und der Verband der Druckfarbenindustrie zum Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL).

 

Zentrale Aufgabe des VdL

 

Oberste Handlungspriorität haben die Politikberatung und die Interessenvertretung bei der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und den Bundesländern. Die konstruktive Auseinandersetzung mit Politikern und Behörden sowie allen Kritikern der Branche ist das zentrale Instrument zur Durchsetzung der wirtschaftlichen Interessen der Lack- und Druckfarbenindustrie. Die Interessenvertretung wird dabei durch Lobbyarbeit und Öffentlichkeitsarbeit betrieben.

 

Die politische Arbeit des Verbandes schließt auch eigene, nicht vom Gesetzgeber vorgegebene Initiativen ein, beispielsweise die Erstellung von technischen und ökologischen Richtlinien für die Herstellung, Deklaration oder den Gebrauch der Produkte.

 

Wesentliche Arbeitsschwerpunkte des VdL sind:

 

-       Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit

-       Verbraucherschutz

-       Chemikalienrecht

-       Anlagenrecht

-       Umweltschutz (Luftreinhaltung, Lärm, Abfall, Abwasser)

-       Transport gefährlicher Güter

-       Verpackung

-       Lagerung

 

Außer diesen Fragen der „Technischen Gesetzgebung“ widmet sich der Verband folgenden Aufgaben:

 

-       Nachhaltigkeit

-       nationale und internationale Normung (DIN, CEN, ISO)

-       Berufsbildung und Nachwuchsförderung

-       Produzenten- und Umwelthaftung

-       Qualitätssicherung

-       Fragen rund um den Außenhandel mit Lacken und Druckfarben

 

Verbände-Netzwerk

 

Bereits 1951 haben die Verbände der Lack- und Druckfarbenindustrie in den westeuropäischen Ländern den Conseil Européen de l’Industrie des Peintures des Encres d’Imprimerie et des Couleurs d’Art (CEPE) gegründet. CEPE ist mittlerweile zu einem Verband der Firmen umgewandelt worden, dem alle Mitglieder der jeweiligen nationalen Verbände der Lack- und Druckfarbenindustrie als Direktmitglieder angehören.

 

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie ist Mitglied im International Paint and Printing Ink Council (IPPIC). Diese in Washington DC (USA) ansässige Organisation repräsentiert auf weltweiter Ebene die Lack- und Druckfarbenindustrie und fungiert als Forum des internationalen Gedankenaustausches sowie der Koordination der wirtschaftspolitischen Interessen auf globaler Ebene. IPPIC hat NGO-Status bei der UNO in New York.

 

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie pflegt enge Beziehungen zu den Verbänden seiner Abnehmer und ist korporatives Mitglied des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI).

 

Rechtsform und Organisation

 

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins gemäß § 21 ff BGB. Der VdL ist somit eine eigene Rechtspersönlichkeit mit eigener Beitragshoheit.

 

Das höchste Organ des Verbandes ist die Mitgliederversammlung. Sie tritt einmal im Jahr zusammen, um die wesentlichen Fragen der Branche zu erörtern und den politischen Kurs des Verbandes zu bestimmen.

 

Dem Präsidium des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie gehören 9 Vertreter von Mitgliedsfirmen an, die für eine jeweils 3-jährige Amtszeit gewählt werden.

© VdL - Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V.
http://www.lackindustrie.de/VDL/Seiten/Wer-wir-sind.aspx