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Überzogen und fehlerhaft: BUND-Darstellung zu Nano-Silber

 

Die BUND-Schrift zu Nano-Silber basiert auf vagen Vermutungen, überdramatisiert vermeintliche Gefahren und schürt ungerechtfertigte Ängste. In der Schrift geht der BUND auch auf Lacke und Farben ein, die nanopartikuläres Silber enthalten, um Bakterien und andere Keime, die sich auf Oberflächen ansiedeln können, zu bekämpfen. Solche Beschichtungen haben Bedeutung für den Einsatz in Krankenhäusern, Altenheimen und Arztpraxen, in denen Wandflächen mit diesen neuartigen Produkten angestrichen werden. Bekanntlich sterben in Krankenhäusern mehr Menschen an postoperativen Infektionen als an den Folgen der Operation selbst. Derartige neue Beschichtungsstoffe nutzen die Nanotechnologie anstelle herkömmlicher biozider Wirkstoffe, um die Hygiene in den entsprechenden Einrichtungen sicherzustellen.

 

Die Darstellung des BUND, es lägen keine Untersuchungen über die Freisetzung von Nanopartikeln aus Lacken und Farben vor, ist unrichtig. Die Technische Universität Dresden hat in aufwändigen Forschungsarbeiten festgestellt, dass zugesetzte Nanopartikel fest in die Bindemittelmatrix eines Lackfilms eingebunden sind und nicht freigesetzt werden.

 

Ein vom BUND gefordertes Moratorium für den Einsatz von Nano-Silber ist abwegig. Ein Verzicht auf die neuen Produkte auf der Basis der Nanotechnologie würde den Fortschritt behindern und damit die menschliche Gesundheit und die Umwelt stärker belasten.

 

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